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Trending 06. Oktober 2016

Social Media im Wandel der Zeit
Social Media oder auch Soziale-Netzwerke, ein Begriff der immer häufiger fällt und fast jeder ist ein Teil davon. Snapchat, Facebook, Twitter oder Instagram, egal wohin man schaut, die Liste wird länger und länger. Doch wie so vieles entwickelt sich auch Social Media mehr negativ als positiv.

Eine tolle Idee

Relativ früh begann ich das Internet zu erforschen und stieß dabei, wenn auch nicht als Erstes, auf Facebook, Twitter und Co. Plattformen auf denen man sich vernetzen konnte, um Dinge zu teilen. Ein Gedanke, denn ich noch immer super finde. Man ist beispielsweise im Urlaub und statt Bilder in 5 Chats zuschicken, teile ich sie mit einem kleinen Text auf Facebook. Meine Freunde können es sehen, liken oder kommentieren und so ein Stück an meinem Urlaub teilhaben.

Dabei müssen es ja keine Bilder vom Urlaub sind. Ein Beispiel ist meine Tante, die ihre Erlebnisse mit ihrem Sohn – also meinem Cousin – regelmäßig in Sozialen-Netzwerken teilt. Trotz der über 400 Kilometer zwischen uns entsteht ein Gefühl von Nähe. Klingt super und ist es auch, nur sieht es in der Praxis meist anders aus.

Die harte Realität

„Like, wenn du das kennst!“ „Folge mir und ich folge dir!“ „Krasser shit OMG!!!!“ Der Gedanke des Teilens geht häufig verloren. Größtenteils bestimmt das Streben nach Likes beziehungsweise Aufmerksamkeit die Timelines. Schon beim Verfassen überlegen viele, wie sie die meiste Reichweite bekommen, um möglichst „berühmt“ zu werden.

Besonders gut wird diese Mentalität finde ich auf Facebook dargestellt. Dort gibt es kaum Content, der von normalen Nutzen generiert wird. Meist basieren die Beiträge auf Seiten die ihre Posts gegenseitig klauen, oder möglichst schräge Videos hochladen -für Aufmerksamkeit. Dabei kann man erstaunt feststellen, was Menschen dafür alles tun. Sie fügen sich oder anderen Schmerzen zu, stellen andere bloß oder erschrecken diese. Da kann man sich schnell fragen, wo eigentlich die Grenze ist.

Im Laufe der Jahre hat sich allerdings nicht nur die Art der Beiträge stark gewandelt. Die Art wie andere User mit diesen umgehen fällt ebenfalls negativ auf. Mehr Beleidigungen, kein Respekt bis hin zum Verstoß gegen das Gesetz. Keiner gönnt dem andere etwas und so kommt es zu sinnlosen Auseinandersetzungen. Wa ist da noch „Social“ fragt man sich.

Der Weg zum Ziel

Keine Frage, Social Media hat sich gewandelt, was nicht heißt, dass alle Plattformen ein einziges Chaos sind. Allerdings fällt immer mehr Negatives auf was Spaß trübt. Doch man kann versuchen dem entgegenzuwirken, in dem man eben nicht mit dem Strom mitschwimmt, sondern sich seine eigene Community aufbaut, in der es gesittet zugeht . Eine Community, in der es nicht um Fame und Aufmerksamkeit geht.

Denn einen Vorteil, der jedoch zugleich ein Nachteil ist, bieten Facebook und Co. noch. Informationen können schneller den je verbreitet werden. In Krisen/Terror kann dies ein großer Vorteil sein. Jedoch muss man immer schauen, wie zuverlässlich die Quellen sind, da so häufig auch Falschinformationen verbreitet werden, weshalb man diesen Punkt mit Vorsicht genießen sollte. Soziale Netzwerke sollten in unserer Gesellschaft nicht Kern für politische Meinungsbildung und Ähnliches werden.

Man kann also sagen, Soziale Netzwerke sind eine super Möglichkeit, also lasst sie uns so nutzen, damit alle etwas davon haben, ohne nach Aufmerksamkeit zu schreien. Deshalb versuchen wir auf unseren Profilen Ähnliches. Uns geht es nicht um die Zahlen, sondern darum eine tolle Gemeinschaft aufzubauen, in der man sich wohlfühlt.
Titelbild: Jason Howle CC BY 2.0


Marcus Willner | Founder 512 Wörter


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